Monat: August 2017

Lebensmut trotz Zitterkrankheit

Seine erste Bekanntschaft mit „Mister P“, wie er seine Erkrankung nennt, machte Jürgen Mette im Alter von acht oder neun Jahren. Damals kam ein befreundetes Ehepaar zu Besuch. Der Herr, der nur mit Mühe aus dem Auto steigen konnte, zitterte am ganzen Körper und musste zum Kaffeetrinken einen Umhang tragen. An diesem Abend betete Jürgen Mette voller Inbrunst: „ Lieber Gott, mach bitte, dass ich nie diese Zitterkrankheit bekomme!“ Dieses Gebet muss damals irgendwo zwischen Himmel und Erde verloren gegangen sein, denn etwa 50 Jahre später erhielt er selbst die Diagnose „Parkinson“.

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Reise vom Magen zum Gehirn

Durchtrennt man einen Nerv, der das Gehirn mit dem Bauchraum verbindet, sinkt das Risiko, an Morbus Parkinson zu erkranken. Dieser Zusammenhang zwischen Bauch und Hirn wurde jetzt von schwedischen Forschern bestätigt. „Die neue Studie stützt die Hypothese, dass die Parkinson- Krankheit im Magen entsteht und sich über die Nervenbahnen ins Gehirn ausbreitet“, kommentierte Prof. Daniela Berg von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) die aktuelle Untersuchung aus Skandinavien.

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Parkinson-Früherkennung per App

Die Früherkennung eines Morbus Parkinson ist eine große Herausforderung, zugleich aber auch Voraussetzung für Therapieansätze, die Nervenzellen schützen sollen. Informatiker und Ärzte wollen hier mit modernen Methoden der Datenanalyse neue Möglichkeiten schaffen. Hierfür entwickelten sie eine Anwendung für Android-Smartphones, die im entsprechenden App-Store heruntergeladen werden kann. Durch ihre Nutzung können Patienten das Forschungsvorhaben unterstützen.

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