Autor: biermannadmin

Mitten im Leben mit Parkinson

Nie hät­ten Timo L. (40), Sascha B. (42) oder Mar­ti­na B. (55) geglaubt, dass sich hin­ter dem Zit­tern ihrer rech­ten Hand, den Koor­di­na­ti­ons­schwie­rig­kei­ten beim Hand­wer­ken oder den Schmer­zen, die die lebens­fro­he Mitt­fünf­zi­ge­rin vor 20 Jah­ren im gan­zen Kör­per spür­te, ein Mor­bus Par­kin­son ver­ste­cken könn­te. Ihre Ärz­te wohl auch nicht.

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Da stirbst du nicht dran

Stun­den­lang im Gar­ten zu sit­zen und die Wol­ken am Him­mel zu beob­ach­ten, dafür hat­te der nie­der­län­di­sche Jour­na­list Henk Blan­ken vor sei­ner Par­kin­son-Dia­gno­se kei­ne Zeit. Er arbei­te­te für die füh­ren­den Zei­tun­gen der Nie­der­lan­de, wur­de für sei­ne Arti­kel mit Prei­sen aus­ge­zeich­net. Jetzt, mit Anfang 50, stol­pert er, zit­tert, hat sei­ne Bewe­gun­gen nicht mehr unter Kon­trol­le und wird ver­gess­lich.

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Auf Magen und Darm achten

Aus Stu­di­en ist bekannt, dass vie­le Par­kin­son-Pati­en­ten unter Pro­ble­men mit dem Ver­dau­ungs­trakt lei­den. Doch nicht immer ist den Betrof­fe­nen auch klar, dass Schluck­stö­run­gen, Ver­stop­fung oder erhöh­ter Spei­chel­fluss mit der Par­kin­son-Erkran­kung in Zusam­men­hang ste­hen. Dies zeigt eine Umfra­ge unter Pati­en­ten und Ange­hö­ri­gen.

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Lebensmut trotz Zitterkrankheit

Sei­ne ers­te Bekannt­schaft mit „Mis­ter P“, wie er sei­ne Erkran­kung nennt, mach­te Jür­gen Met­te im Alter von acht oder neun Jah­ren. Damals kam ein befreun­de­tes Ehe­paar zu Besuch. Der Herr, der nur mit Mühe aus dem Auto stei­gen konn­te, zit­ter­te am gan­zen Kör­per und muss­te zum Kaf­fee­trin­ken einen Umhang tra­gen. An die­sem Abend bete­te Jür­gen Met­te vol­ler Inbrunst: „ Lie­ber Gott, mach bit­te, dass ich nie die­se Zit­ter­krank­heit bekom­me!“ Die­ses Gebet muss damals irgend­wo zwi­schen Him­mel und Erde ver­lo­ren gegan­gen sein, denn etwa 50 Jah­re spä­ter erhielt er selbst die Dia­gno­se „Par­kin­son“.

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