parkinson aktuell Ausgabe 31 | August 2017

Lebensmut trotz Zitterkrankheit – Mit Parkinson leben und
jeden Tag als Chance nutzen

  • Verdauungsbeschwerden wahrnehmen und mit dem Arzt besprechen
  • Morbus Parkinson scheint tatsächlich im Magen zu entstehen
  • Parkinson-Früherkennung per Smartphone-App



Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

bei schlechter Laune ist uns eine „Laus über die Leber“ gelaufen, Nervosität schlägt uns leicht auf den Magen. Solche Redewendungen verdeutlichen, wie wichtig die Verdauungsorgane für unser Wohlbefinden sind. Bei Morbus Parkinson ist gerade dieser Bereich des Körpers schon früh beeinträchtigt, allerdings nehmen viele Betroffene die Beschwerden gar nicht als Parkinson-bedingt wahr, wie eine aktuelle Studie aus Sachsen zeigt, die wir Ihnen auf Seite 3 vorstellen. Damit versäumen sie die Möglichkeit, die Probleme durch Anpassung der Medikation oder gezielte Therapie zu lindern und so wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen.
Neue Hinweise, dass Morbus Parkinson seinen Ursprung tatsächlich im Verdauungstrakt zu haben scheint, liefern die Ergebnisse schwedischer Forscher, die Sie auf Seite 6 nachlesen können. Das hilft zwar nicht unmittelbar, die Krankheit zu therapieren, doch mit jedem Quäntchen Wissen zur Entstehung des Parkinson-Syndroms kommen die Forscher auch dessen Vorbeugung oder Heilung ein Stück näher.
Dass die Aussicht auf Heilung gar nicht notwendig ist, um trotz Tremor, Rigor und Co. ein erfülltes Leben zu führen, zeigt nicht zuletzt der Theologe Jürgen Mette, der seit Jahren mit Parkinson lebt und seit Erscheinen seines Buches zahlreiche Vorträge über sein Leben mit „Mister P“ hält. Im Interview mit „Parkinson aktuell“ schildert er offen, welche Höhen und Tiefen er seit der Diagnose erlebt hat und woher er die Kraft nimmt, Parkinson nicht die Herrschaft über sein Leben zu überlassen.
Viel Vergnügen bei der Lektüre!

Ihr „Parkinson aktuell“-Team