Parkinson-Früherkennung per App

Die Früh­erken­nung eines Mor­bus Par­kin­son ist eine gro­ße Her­aus­for­de­rung, zugleich aber auch Vor­aus­set­zung für The­ra­pie­an­sät­ze, die Ner­ven­zel­len schüt­zen sol­len. Infor­ma­ti­ker und Ärz­te wol­len hier mit moder­nen Metho­den der Daten­ana­ly­se neue Mög­lich­kei­ten schaf­fen. Hier­für ent­wi­ckel­ten sie eine Anwen­dung für Andro­id-Smart­pho­nes, die im ent­spre­chen­den App-Store her­un­ter­ge­la­den wer­den kann. Durch ihre Nut­zung kön­nen Pati­en­ten das For­schungs­vor­ha­ben unter­stüt­zen.
Die App iPro­gno­sis rich­tet sich grund­sätz­lich an alle gesun­den Per­so­nen ab 40 Jah­ren. Zusätz­lich hof­fen die For­scher, damit auch Pati­en­ten mit Par­kin­son in einer frü­hen Erkran­kungs­pha­se zu errei­chen.
Soll­ten die mit aus­drück­li­cher Zustim­mung der Nut­zer erfass­ten Daten zu Bewe­gungs­mus­tern und Sprach­qua­li­tät Auf­fäl­lig­kei­ten zei­gen, infor­miert die App den Nut­zer dar­über und bie­tet eine Kon­takt­auf­nah­me mit Par­kin­son-Spe­zia­lis­ten an. Die For­scher hof­fen, dass Betrof­fe­ne sich so frü­her als bis­her bei einem Arzt vor­stel­len.
Geplant sind noch ver­schie­de­ne Anwen­dun­gen, die Pati­en­ten beim Lau­fen hel­fen oder die Stim­me bei Tele­fo­na­ten mit dem Smart­pho­ne sta­bi­li­sie­ren. Ver­schie­de­ne inte­grier­te Spie­le sol­len außer­dem die kör­per­li­che Akti­vi­tät der App-Nut­zer för­dern oder ihre Hand­schrift ver­bes­sern.

Fraun­ho­fer-Insti­tut für Intel­li­gen­te Ana­ly­se- und Infor­ma­ti­ons­sys­te­me IAIS, Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Carl Gus­tav Carus Dres­den, 11. April 2017