Test auf Parkinson rückt näher

Britische Forscher sind dem Ziel, einen diagnostischen Test auf Morbus Parkinson zu entwickeln, offenbar einen Schritt näher gekommen. Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift „Annals of Clinical and Translational Neurology“ berichten, ist es ihnen gelungen, einen ursprünglich für die Diagnose der Creutzfeld-Jacob-Erkrankung entwickelten Test so zu verändern, dass sie damit auch die Parkinson-Erkrankung nachweisen konnten. Bislang sind Versuche, die Erkrankung mithilfe des für Parkinson charakteristischen Eiweißes a-Synuklein zu diagnostizieren, daran gescheitert, dass das Molekül auch im Gehirn nicht erkrankter Menschen vorkommt.
Der neu entwickelte Test zielt nun auf den Nach weis von a-Synuklein in seiner krankmachenden Form ab, den sogenannten Lewy-Körperchen. Diese Proteinklumpen lassen bei Morbus Parkin son Dopamin-bildende Nervenzellen absterben. Der so entstehende Mangel an Dopamin ist für die typischen Parkinson-Symptome wie Verlangsamung der Bewegungen, Muskelsteifigkeit und Zittern verantwortlich.
In ersten Versuchsreihen erprobten die Forscher um Dr. Alison Green von der Universität Edinburgh ihren Test an Nervenwasserproben von 20 Parkinson-Patienten und 15 nicht erkrankten Kontrollpersonen. Dabei gelang es ihnen, 19 der 20 Parkinson-Proben sicher zu identifizieren, was einer Genauigkeit von 95 Prozent entspricht. Darüber hinaus wies der Test die Proteinklumpen in drei Proben von Personen mit einem hohen Parkinson-Risiko nach.
Tests mit den restlichen Proben der Kontrollpersonen ergaben alle ein negatives Ergebnis, was darauf hindeutet, dass sich der Test gut eignet, um kranke und gesunde Personen mit großer Sicherheit zu unterscheiden.
Trotz der positiven Ergebnisse weisen die Forscher darauf hin, dass ihre Befunde noch an größeren Stichproben abgesichert werden müssen, bevor der Test Eingang in die Praxis finden kann.